Definition: Wetter, Witterung und Klima eigentlich?

Wetter      :  momentaner Zustand der Atmosphäre, Wetter eines Tages oder einer Woche an einem Ort
Witterung:  Wetter an einem Ort oder in einem Gebiet über einen längeren Zeitraum, z.B. mehrere Tage, Monate, Jahreszeiten
Klima       :  Synthese des Wetters an einem Ort oder in einem Gebiet über einen Zeitraum, der lang genug ist um dessen statistische
                    Eigenschaften bestimmen zu können (30 Jahre)


Das Klima auf unserer Erde unterliegt ständigen Schwankungen, sodass Klimawandel durchaus normal ist.

30 Jahre soll eine "Klimareihe" beinhalten, um das Klima in ausreichendem Umfang zu beschreiben. 100 Jahre wären besser! Leider gibt es weltweit nur wenige Stationen, an denen das Wetter bzw. Klima über einen so langen Zeitraum mit verlässlichen Meßgeräten aufgezeichnet wurde. Zwischen regelmäßig wiederkehrenden Warm- und Kaltzeiten liegen aber ca. 200 Jahre! Daher ist es nicht unbedingt verwunderlich, dass es mit den Temperturen ständig aufwärts geht, wenn man in einer "kalten Phase" des Klimas startet. 

Diese natürliche Schwankung wird durch den Menschen überlagert. Der anthropogene, also der menschgemachte Anteil am gesamten Treibhauseffekt (rund 33 K) liegt bei ca. 2 Prozent. Das klingt wenig, macht aber immerhin rund 0,66 Grad (bzw. Kelvin) aus. 

Klimaforschung ist unglaublich schwierig und heutzutage nur mit sehr hoher Rechenleistung stemmbar. Bekanntlich ist jedes Modell fehlerbehaftet und so hat sich herausgestellt, dass man nicht nur das Kohlendioxid als "Klimakiller" verantwortlich machen kann.

Vor 12 Jahren wurden durch einige Klimaforscher extrem kalte und schneereiche Winter definitiv ausgeschlossen. Auch die angekündigte Versteppung Mitteleuropas zur Sommerzeit läßt auf sich warten - ganz im Gegenteil - wir kämpfen eher mit Hochwasserproblemen. 

Anhänger der "Sonnenaktivitätstheorie" werden gern von anderen Klimaforschern belächelt und als unseriös bezeichnet. Aber warum muss jemand unseriös sein, der zu einer abweichenden Erkenntnis gekommen ist? Scheinbar wird die Aktivität der Sonne und der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung unter- und die Wirkung von CO2 deutlich überschätzt. Der Motor des Wetters ist und bleibt die Sonne sowie das Treibhausgas Nummer 1, nämlich der Wasserdampf. Die Konzentration des CO2 in der Luft ist seit dem Jahr 2000 weiter gestiegen, die globale Mitteltemperatur aber um rund 0,2 Grad zurückgegangen! Die Abkühlung ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Erwärmung seit ca. 1850 "nur" 0,7 bis 0,8 Grad betragen hat! Die Ursache könnte eine deutlich "ruhigere" Sonne sein und lässt statt einer Erwärmung eher eine weitere Abkühlung erwarten, die Mitte dieses Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichen könnte.

Für lokale Klimaänderungen sind u.a. veränderte Meeresströmungen verantwortlich. Auch die großräumige Zirkulation (NAO, ENSO usw.) spielt eine entscheidende Rolle.

Wenn man alle Informationen (Eisbohrkerne, Jahresringe an Bäumen etc.) der Klimaschwankungen der letzten 3000 Jahre mit den Schwankungen der galaktischen Höhenstrahlung (Änderung des Sonnenwindes und des Solarmagnetismus) vergleicht, ergibt sich eine äußerst hohe Korrelation (Übereinstimmung). Als Proxy (Anzeiger) des Klimawandels dienen dabei das Kohlenstoffisotop 14 C und das Sauerstoffisotop 18 O. Das Forschungszentrum CERN in Genf hat ein entsprechendes Projekt zur weiteren Untersuchung ins Leben gerufen.

Auch der Einfluss von extraterrestrischer Strahlung auf die Wolkenbildung ist noch nahezu unerforscht.    

Sichere Prognosen des Klimas sind daher sehr komplex und bisher nahezu unmöglich.

Dennoch ist es klar, dass der Mensch das Klimasystem in Zukunft noch stärker beeinflussen wird. Die Weltbevölkerung wächst immer stärker, ebenso der Hunger nach Rohstoffen und Energie.

In einem endlichen System gibt es kein unendliches Wachstum! Aus diesem Grund kommt der Mensch nicht an der Tatsache vorbei, dass er handeln muß! Dabei geht es nicht nur um die Reduzierung des CO2-Ausstoßes sondern vielmehr um Umweltschutz im allgemeinen. 

Schutz der letzten vorhandenen tropischen Regenwälder und anderer bedrohter Flora und Fauna muss im Vordergrund stehen!

Geburtenkontrolle und Lösung des Verteilproblems ist ein wichtiges Thema! Theoretisch müsste heutzutage kein Mensch mehr Hunger leiden! An Hunger sterben täglich mehr Menschen als an den Folgen des "Klimawandels"!