
Ursprünglich wollte ich einfach nur Wetter vorhersagen und habe gar nicht an eine Präsentation im Radio oder gar Fernsehen gedacht.
Durch den Wechsel vom staatlichen Deutschen Wetterdienst zu Meteomedia bin ich quasi in die Moderation hineingerutscht. Nach ersten schlaflosen Nächten und extremen Lampenfieberschüben kam die Routine zuerst im Radio, später dann auch im Fernsehen.
Von Anfang an wurde frei, d.h. ohne Teleprompter gearbeitet!
Das fiel mir auch nie besonders schwer, denn wenn man den Wetterbericht selbst erstellt, geht einem der Stoff zum Erzählen nie aus. Selbst Systemabstürze kann man somit problemlos überbrücken!
Bei meist nur 1:30 bis 2:00 Minuten Sendezeit ist es schwierig auf alle Regionen Deutschlands einzugehen.
Dennoch versuche ich stets lokale Effekte herauszuarbeiten und das Wetter so genau wie möglich vorherzusagen.
In den Zuschauern soll die Begeisterung für´s Wetter geweckt bzw. erhalten werden, dazu gibt es dann auch schon mal ein kleines Erklärstück oder eine Flugwetterberatung.
Eine Treffsicherheit von 100 Prozent ist bei Prognosen nicht möglich!
Bereits die Grundlagen einer Prognose, nämlich Analyse und Messung von Parametern, sind mit Fehlern behaftet. Diese Fehler vergrößern sich exponentiell je weiter man in die Zukunft rechnet.
Dennoch kann man mit Erfahrung, Gespür und guten Computermodellen zumindest für die nächsten 5 Tage sehr gute Wetterprognosen erstellen.